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Von Luc zu Saint-Luc

Während Jahrzehnten lebten die Einheimischen saisonbedingt einmal in ihren Häusern im Tal dann wieder in ihren Berghäusern. Menschen und Tiere, alle schwer beladen mit den benötigten Utensilien, mussten dabei oftmals Wegbiegungen vorbei an Abgründen begehen.

  Plan von St-Luc

Das Eifischtal ( Val d’Anniviers ) hat trotz seiner Strasse den Charakter eines «Bergtales » beibehalten und Saint-Luc ist das typisches Beispiel dafür.

Das Dorf Saint-Luc profitiert von seiner sehr günstigen Lage : mit den ersten Morgenstrahlen und den späteren Sonnenuntergängen hinter den Gipfeln im Gegensatz zu anderen Dörfern im Tal. Wegen diesem geographischen Merkmal lautet eine der Interpretation zur Bedeutung des Dorfnamens : lateinisch « lux » übersetzt « Licht ». Ehemals wurde Saint-Luc allgemein Luc genannt ( 1309, 1312, 1327 ).

Diese Schreibweise wurde aber nicht über Jahrzehnte aufrechterhalten ; es wird ebenfalls « Lux » und « Lucs » ( 1408 ) geschrieben. Die Schreibweise mit « St. » vor « Luc » gibt es noch nicht sehr lange, sie wurde erst nach 1900 eingeführt. Da das Dorf erst spät seine eigene Kirche erhielt, handelt es sich bei dem Namen des Evangelisten Lukas nicht um den ursprünglichen Ortsnamen, was auch durch die Historiker bestätigt wird.

Die Interpretation, welche sich auf die Sonnenlage des Dorfes stützt, wird von einigen Spezialisten angezweifelt. Gemäss ihnen stammt der Name aus dem keltischen Wort « luc » ( Wald, Wäldchen ). Aber auch das lateinische Wort « lucus » ( heiliger Wald, Waldung ) könnte der Ursprung für Saint-Luc sein.