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Saint-Jean stellt sich vor

Auf einem Foto aus dem Jahr 1930, aufgenommen von Mission aus, ist zu erkennen, dass Saint-Jean aus drei Dorfteilen besteht und auf einem Moränenkamm liegt. Bei erster Gelegenheit lohnt es sich, das Dorf von Mission aus zu betrachten.

Plan von St-Jean

Wir wissen nicht ganz genau, wann das Dorf seinen aktuellen Namen bekommen hat, aber bereits 1575 wird in einem Dokument seine jetzige Bezeichnung erwähnt. Vorher war das Dorf unter dem Namen « l’Iglisier » bekannt und lag oberhalb vom heutigen Standort.

Das obere Saint-Jean ist vom mittleren Saint-Jean durch den Wildbach des Hombes getrennt, ohne Wohnhäuser wegen der Lawinengefahr. Die letzte Lawine im Jahr 1984 kam bis ins Dorf herunter. Dieses Ereignis führte zum Bau von Lawinenschutzdämmen, welche die Erstellung neuer Häuser zwischen dem oberen und dem mittleren Teil erlauben wird.

Nach einem schlimmen Explosionsunglück im Jahr 1955 wurde das untere Saint-Jean unterhalb der Hauptstrasse aufgebaut, ausgerichtet gegen Süden und die Kapelle Saint-Jean-Baptiste. Auf beiden Seiten der drei Dorfteile formten die Wiesen und Getreidefelder eine Art von Schachbrett auf dem einfach zugänglichen und sehr sonnigen Gelände.

Der Anbau von Roggen und Weizen wurde Mitte des 20. Jahrhunderts aufgegeben und machte der Brache und dem Wald Platz. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts entstand wegen des Rückgangs der Viehzucht und anstelle der Wiesen das neue Wohnviertel des Barmes. Junge Leute, vorwiegend aus Saint-Jean und Grimentz, liessen sich hier mit ihren Familien nieder.
 
Heute leben ungefähr 200 Einwohner ganzjährig im Dorf.