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Poste 6. Kapelle St.-Barthélémy

Die „ englische “ Kapelle, so genannt wegen ihres neogotischen englischen Stils, wurde 1900 eingeweiht. Sie wurde dem Apostel Bartholomäus, dem Schutzpatron von Zinal, der die Einwohner vor Unglücken und Naturkatastrophen schützen sollte, gewidmet.

  Plan von Zinal

Sie ersetzte eine nahegelegene und anders ausgerichtete Kapelle, welche seit 1515 existierte. « In der Nähe des Hotels, oberhalb einer sanft abfallenden Grasweide, am Wegrand, erhebt sich eine Kapelle, eine kleine weisse Kapelle, die trotz der seit vielen Jahren verputzter Fassade ein jungfräuliches Weiss beibehalten hat ; doch über die Jahre hat sich ihre kleine Glocke verschoben und hängt schief, das Kreuz ist verbogen und wird bald runterfallen.» ( Emile Javelle, 1872 )

Die neue Kapelle, eine wahrhaftig kleine Kirche, wurde während des Tourismus-Aufschwungs in Zinal erbaut.

Auf ihrer Fassade befindet sich eine Gedenktafel zu ihrer Einweihung, eine zweite Gedenktafel ist Joachim Tabin gewidmet, welcher 1899 am Zinalrothorn verstarb.

In der Kapelle befindet sich ein grosses Wandbild, das das Jüngste Gericht und den Kreuzweg darstellt und von Alfredo Cini um 1948 realisiert wurde. A. Cini hat ebenfalls die vierzehn Stationen des Kreuzweges, datiert von 1952, gemalt.

Im Chor befindet sich der ursprüngliche, neogotische Altar, sowie unmittelbar über dem Tabernakel ein Gemälde des Apostels Bartholomäus, welcher in der rechten Hand das Schindermesser hält, mit dem er der Legende nach zu Tode gefoltert wurde.

Die Kirchenfenster sind das Werk des einheimischen Künstlers Roger Theytaz, 1984 realisierte er die im Altarraum, die von der heiligen Anna und dem heiligen Theodul 1986. Die Kirchenfenster des heiligen Johannes des Täufers und der heiligen Euphemia wurden 2014, dank einer Spende von Marie-Thérèse Theytaz, bekannt als Chouquette ( 1932 – 2011 ) realisiert. Die Kirchenfenster stellen die Schutzheiligen der früheren vier Gemeinden Ayer, Vissoie, Grimentz und St. Jean dar, aus welchen die Mitglieder der Société de Zinal stammen.

Beim Ausgang der Kapelle befindet sich die Mauer, wo sich um 1930 ungefähr 30 Bergführer versammelten, um auf die Gäste der Hotels des Diablons und Durand zu warten.

 

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