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Post 12. Ziegenpark und Tobel

Der Ausdruck « partière » steht für Ziegenpark, dort wo am Morgen die Ziegen versammelt wurden, um danach vom Ziegenhirten auf die Weide « la Montagnette » geführt zu werden.

Plan von St-Jean

Während sich die Kühe auf den Alpen aufhielten, verbrachten die Ziegen den Sommer im Dorf und lieferten die benötigte Milch. Jede Familie hielt sich eine oder zwei Ziegen. Für alle Familien zusammen verblieb nur eine Kuh im Dorf.

Um zur Weide « la Montagnette » am oberen Waldrand zu gelangen, müssen « tsablos », die einheimische Bezeichnung für die durch den Wildbach entstandenen Tobel, überquert werden. Neben Holzstämmen gehen hier auch Lawinen runter. In « tsablos » verweilt man daher nicht unnötig. Diese Tobel gehören der Burgerschaft.

Jeden Tag gingen die jungen Ziegenhirten abwechslungsweise mit den Ziegen aus dem Dorf zur Weide « la Montagnette ». Pro Ziege erhielten sie ein Essen, sowie Brot und Käse. Sie kehrten erst ins Dorf zurück, wenn keine Sonnenstrahlen mehr über der Navisence waren.

Im Anschluss an die letzte Lawine, die bis zum Platz runterging, wo wir uns befinden, wurden die oberhalb vom Wald sichtbaren Lawinenverbauungen auf « Chaché » und « la Montagnette » erstellt. Danach begannen sich Neubauten im Hang zwischen dem oberen und mittleren Saint-Jean auszubreiten. Zuvor wurde nur auf den Hügeln gebaut.

 

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Unsere Besichtigung führt uns weiter zu den Stadeln oberhalb vom mittleren Saint-Jean.