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Post 11. Trappe, Madeleine und Stallscheune

Wir befinden uns mitten im alten Dorf, das aus Bauernhäusern, Stallscheune und Speichern besteht. Alle Gebäude wie auch die Dächer wurden aus dem soliden und widerstandsfähigen Lärchenholz gebaut.

  Plan von Zinal

Die links an der Strasse liegende Gebäude-Gruppe besteht aus zwei Bauernhäusern und einer Stallscheune.

Das Haus « La Trappe » war im Besitz mehrerer Familien. Häuser Scheunen oder auch Maultiere konnten verschiedene Eigentümer haben.

Im ersten Stockwerk befand sich eine Küche mit offenem Steinkamin und einem Hauptraum, der auch als Schlafzimmer diente. Hier wohnte die Familie von Hélène Tscherry-Theytaz während ihres Aufenthaltes in Zinal. « In der Küche wurde im offenen Kamin dank eines Dreibeins und eines an einer Kette aufgehängten Kessels gekocht. In einer Truhe wurden der Zucker und das Salz aufbewahrt, welche in 50 kg Säcken zu kaufen waren. Ein kleiner Schrank diente zur Aufbewahrung von Vorräten und dem Mais für die Polenta. Bis 1960 war die Polenta das Hauptnahrungsmittel am Mittag. Abends wurden vorwiegend Kartoffeln mit Käse gegessen. Lediglich Sonntags gab es getrocknetes Siedfleisch.

Das Schlafzimmer diente tagsüber als Hauptraum. Für die Kinder gab es ein grosses Hochbett, für die Eltern ein Schubladenbett, welches für die Nacht herausgezogen wurde, einen Kleiderschrank, einen Schrank für das Geschirr und andere Küchengeräte, einen Tisch und einen Steinkamin welcher zum Heizen und Kochen gebraucht wurde. »

Während der Mobilmachung von 1939 bis 1945, schloss sich ein Militärverein zu einer « geheimen Gruppe » unter dem Namen La Trappe zusammen, unter anderem der bekannte Musiker Jean Daetwyler. Ihre Höhenpunkte werden in einem Buch zusammengefasst. Das La Trappe erhielt erst später seinen Namen.

Das Gebäude, zu einem späteren Zeitpunkt Madeleine genannt, ist grösser als die anderen Häuser und gehörte zwei Familien.« Madeleine war eine von den Besitzern. Jeden Sommer bekam sie Besuch eines Bischofs, welcher den ganzen Ort beeindruckte. Um sich ihm nicht in Arbeitskleidung zu zeigen, sind die Nachbarn einmal sogar aus dem Fenster gestiegen » ( Bernard Crettaz )

Der erste Stockwerk datiert von 1835 und das zweite von 1881. Bei den Fenstern handelt es sich noch um die Originalausmasse.

Der Scheunenstall zeigt die traditionelle Bauweise auf : mit der Axt bearbeitete Transversalbalken mit einem Vertikalbalken zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts. Entlang der Strasse im alten Dorf gab es mehrere Scheunenställe. Ebenerdig war der Kuhstall und oben wurde das Heu gelagert

Die in der Nähe der Wohnhäuser befindlichen kleinen Schuppen dienten als Unterstand für die Schweine oder die Maultiere, andere wiederum als Geräteremisen.

 

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