Post 6. Stadel und Dorfhaus

Das Dorfviertel wird von einem grossen Stadel überragt,heute im Besitz der Familie Sylvain Crettaz. Er diente der Getreidelagerung, hauptsächlich von Weizen, welcher für die Brotherstellung bestimmt war.

  Plan von La Combaz-Cuimey
 

Das Viertel von Combaz gehörte auch zum Gemeinschaftsbackhaus von Vissoie, wo nach geregeltem Turnus Brot gebacken wurde. Die Bauart der Stadel auf Pfählen sollte verhindern, dass die Mäuse zu dem gelagerten Weizen hochkamen und ihn anknabbern konnten. Der Speicher, ebenfalls auf Pfählen erbaut, ist kleiner und diente dazu, Vorräte aufzubewahren.

Stadel und Speicher sehen zwar ähnlich aus, weisen aber signifikante Unterschiede auf. Der Stadel war mit einem Mittelgang ausgestattet, wo der Weizen gedrescht wurde. Auf jeder Seite befanden sich mehrere Kammern für die Weizenlagerung, welche durch Wände voneinander getrennt waren und verschiedenen Besitzern gehörten.

Bei diesem Stadel werden von Etienne Crettaz traditionelle Gerätschaften ausgestellt : eine handgefertigte Kornschwinge zum Wannen des Getreides ( um die Körner von Spreu und Spelzen zu säubern ); ein « banc du fou » ( eine Narrenbank ) wo Holzklötze fixiert wurden, um Rebstichel daraus herzustellen; ein Amboss für das Dengeln der Sense.

Gegenüber dem Stadel befindet sich das Dorfhaus. Geniessen Sie von seiner Terrasse aus die schöne Aussicht über das Tal.

 

Der Dorfverein von La Combaz wurde am 29. Juli 1983 gegründet, dies hauptsächlich um die Kapelle zu erhalten und die Dorfbewohner zu vereinen.

Das Gebäude, das ursprünglich ein Scheunenstall war, verfügt über einen Gesellschaftsraum. Hier trifft man sich am ersten Jahrestag, an Fronleichnam, im Sommer für das Patronatsfest « St. Laurent » und im Herbst für das traditionnelle Brisolée ( geröstete Kastanien, verschiedene Käse und Trockenfleisch, Trauben und junger, noch nicht ganz vergorener Wein ( Sauser ) ).

Beim Weitergehen zum nächsten Posten können Sie rechterhand den ehemaligen Schweinestall betrachten. Das Schwein verliess den Schweinestall nie, nur am Tag seiner Schlachtung. Es schrie fürchterlich und musste an seinem Ringelschwanz gezogen werden, damit es zum Stall rauskam.

 

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Folgen Sie dem Dorfweg bis zum Brunnen.