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Post 3. Schweinestall

Bei diesem kleinen rudimentären Gebäude handelt es sich um den ehemaligen Schweinestall. Links von der Tür ist der Holztrog zu erkennen, im einheimischen Dialekt « bourlett » genannt, wo das Schweinefutter reinkam, normalerweise zweimal am Tag.

Plan von Pinsec

Früher besassen fast alle Familien einen Stall dieser Art in der Nähe ihres Wohnhauses. Jedes Jahr um den 25. November kaufte man am Katharina-Jahrmarkt in Siders ein Ferkel. Während des Winters lebte es zusammen mit drei oder vier Schafen im warmen Stall. Das Schweinefleisch war umso kostbarer, da Lebensmittelgeschäfte selten waren, teilweise weit entfernt, und den Familien das Geld fehlte.

Der Schlachttag war früher von grosser Bedeutung. Mehrere Familien fanden sich ein, schon vor der Morgendämmerung setzte der Metzger als Erstes dem Schwein ein Ende, dann der Kuh gegen 10 Uhr. Die Familienmütter hatten den Auftrag, die erste Brühe von dem geschlachteten Fleisch zu kochen. Es war ein arbeitsreicher aber auch festlicher Tag, der bis spät in die Nacht dauerte. Am nächsten Morgen musste das Fleisch zur Haltbarkeit in grossen Holzfässern eingelegt werden.

 

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