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Post 8. Kapelle Notre Dame du Rosaire

1687 stattete Bischof Adrian V. von Riedmatten einer kleinen Baustelle im mittleren Saint-Jean einen Besuch ab, sehr wahrscheinlich der Burgerkapelle, welche 1519 durch Jean Martin gestiftet wurde. Das Bauwerk besitzt einen kostbaren Keller, wo das Archiv der Burgerschaft von Saint-Jean, verschiedene religiöse Gegenstände, Bilder und Gemälde, insbesondere jenes von Pfarrer Egide Massy, der 1697 starb und eine Schlüsselfigur der Kirchgemeinde im Val d’Anniviers im 17. Jahrhundert war, aufbewahrt werden.

Plan von St-Jean

Früher war diese Kapelle den Dorfeinwohnern unter den Namen Kapelle Notre-Dame-du-Perpétuel-Secours bekannt. Eine Einwohnerin von Saint-Jean, 1924 geboren, erinnert sich daran, dass alle Bewohner von Saint-Jean regelmässig den Messen beiwohnten, welche der Pfarrer aus Vissoie zelebrierte, und dass sie von der Kapelle Notre-Dame-du-Perpétuel-Secours sprachen. Die Kapelle Notre- Dame-du-Rosaire galt als die alte Kapelle.

Im Laufe der Zeit wurde sie mehrfach renoviert. An der Decke stützen zwei grosse Balken den Glockenturm, welcher sich bis 1755 ausserhalb des Gebäudes befand. Die Kapelle, bis dahin von der Grösse eines Oratoriums, wurde erweitert; in welchem Jahr ist jedoch nicht bekannt. Der Altar wird von einem Retabel überragt, der aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts datiert. Es gibt eine Madonna mit Kind, einer Krone und einem Rosenkranz in der rechten Hand. Sie ist umgeben von dem heiligen Johannes dem Täufer rechts und der heiligen Agnes links. In der Regel ist die Kapelle verschlossen, auf Anfrage bei Anna Z. kann sie besichtigt werden.

 

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Wir kehren zurück Richtung Burgerhaus.