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Post 1. Kapelle Notre-Dame-de-Compassion

Die Kapelle Notre-Dame-de-Compassion, häufig Schlosskapelle genannt, wurde 1688 auf dem Hügel de la Crête erbaut wo früher der Sitz der Lehnsherren von Anniviers war. Da das Schloss seit dem 14. Jahrhundert nicht mehr benutzt wurde, verfiel es mit der Zeit zu einer Ruine.

   Plan von Vissoie

Eine Legende erzählt, dass eine unterirdische Treppe vom Schloss bis an die Navisence führt. Mehrere Märchen und Legenden erwähnen diese, wie zum Beispiel in der Legende von J. du Prilet “ Marie du Château de Vissoie “. Verleger : Editions à la Carte, Siders, 2001.

Bei der Restaurierung der Kapelle 1968 wurde darunter ein Schlosssaal entdeckt. Rund um den Hügel sind noch heute Mauernreste des alten Gebäudes zu erkennen.

Der Hochaltar, gewidmet Maria von Nazareth, welche ihren Sohn Jesus in den Armen hält, datiert von 1692, wie aus der Inschrift hinten am Hochaltar hervorgeht. Zum rechten Seitenaltar, Maria Immaculata gewidmet, gehört:

  • oberhalb in der Mitte eine Statue vom heiligen Antonius und Einsiedler
  • in der Mitte unterhalb die Jungfrau und das Kind
  • rechts der heilige Bartholomäus mit seinem Messer

Der linke Seitenaltar, dem heiligen Bernard de Menthon gewidmet, ist 1959 der Kirchgemeinde Ausserberg im Oberwallis verkauft worden, zwecks 1. Kapelle Notre-Dame-de-Compassion Kappel auf dem Hügel, einstmals Geldeinnahme für einen Umbau der Kapelle in ein « Jugend- und Veranstaltungszentrum ». Er wurde durch eine herrliche «Pietà » aus dem 18. Jahrhundert ersetzt, welche heute zum rechten Seitenaltar Maria Immaculata gehört.

Der linke Seitenaltar konnte 2012 zurückgekauft werden und mit grossem Aufwand am 27. Januar 2013 wieder an seinen Herkunftsort zurückgebracht werden. Nach seiner Restaurierung wurde er definitiv an seinen ursprünglichen Platz in der Schlosskapelle gebracht. Zwei Bilder aus dem 17. Jahrhundert dekorieren die Seitenwände. Das eine stellt den heiligen Erzengel Michael dar, das andere die Jungfrau und das Kind umgeben von den heiligen Georg und Antonius sowie der heiligen Euphemia, Schutzpatronin der Kirchgemeinde. Die Glocke der Kapelle diente früher unter anderem dazu, Geburten und Todesfälle im Dorf zu verkünden.

Für die Jungen und Männer wurden dreimal drei Glockenschläge geläutet, für die Mädchen bzw. die Frauen zweimal drei Glockenschläge.

Früher wurde im nördlichen Keller unter der Kapelle der Wein gelagert, welcher bei Fronleichnam und den nachmittäglichen Zusammenkünften ausgegeben wurde. Bei diesen Gelegenheiten hielten die kirchlichen und zivilen Behörden Reden und das Fest wurde durch die Pfeiffer und Tambouren wie auch von der Fanfare begleitet.

 

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Gehen Sie den Weg um den Hügel links herunter bis zur Lourdes-Grotte.