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Post 14. Haus von Florine und Henri

Ab dem Wildbach des Hombes beginnt das obere Saint-Jean. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wohnten hier noch « gamins » ( Kinder ) der 30-iger Jahre ...

Plan von St-Jean


Betrachten wir doch die Häuser und hören zu, was uns ihre Bewohner erzählen. Beim ersten Haus handelt es sich um schönes, zweistöckiges Anwesen, es ist vielleicht das zweitälteste Haus von Saint-Jean. Eine Inschrift auf dem Mauerteil nennt das Datum vom 24. April 1623.

Die Balken sind mit der Axt bearbeitet worden. Bei dem Keller handelt es sich um den einzigen, vollständig eingegrabenen Keller im Dorf.

Florine und Henri wohnen hier im ersten Stock. Vor fünfzig Jahren verliess Florine Ayer, um Henri zu heiraten. Nehmen wir uns doch etwas Zeit und hören

« In den 50-ziger Jahren gab es 70 bis 80 Ziegen. Es war niedlich, die jungen Ziegen sprangen überall herum ( ... ). Noch 1962 besassen alle Bewohner Ziegen. Im Sommer hielt jeder eine Kuh und eine Ziege für die Milch. Abwechslungsweise musste der Ziegenbock gehütet werden. Wer sich weigerte, den Ziegenbock zu hüten, kam vor Gericht und wurden dazu verurteilt, die Leute zu bezahlen, die ihn hüteten.
 
Um 1980 hielt Jean-Marc L., ein Schriftsteller aus der Stadt, den letzten Ziegenbock von Saint-Jean in seiner Küche mit Erdboden. Wie Höhlenbewohner lebten die beiden Burschen !

In diesen Jahren haben wir die letzten drei Ziegen verkauft. Die Kinder wollten die Ziegenmilch nicht mehr; sie zogen die Milch im Karton vor. Lediglich eine Familie aus Vercorin holte sich noch jeden zweiten Tag welche, da ihr krankes Kind nur Ziegenmilch vertrug ( ... ) »

 

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Folgen wir nun der Strasse über 40 Meter, zwischen alten Scheunen und umgebauten Speichern.