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Post 22. Grand Hôtel Bella-Tola

Das Hotel Bella-Tola wurde in zwei Etappen aufgebaut. Erste Etappe : Einweihung des Hotels am 8. August 1883. Seine Fassade mit den wenigen Balkonen ist gut zu erkennen.

  Plan von St-Luc

Bei den Grabungen für das Fundament entdeckte man mehrere Grabstellen zwei Meter unter der Erde : ein Grab aus der Eisenzeit ( Hallstattzeit, 800 - 480 v.Chr. ) mit der Schneidkante einer Queraxt, ein Keramikfragment aus der Bronzezeit ; einige kubische Grabstätten um einen kleinen Felsen, wo sich Asche, verbrannte Knochen, Goldringe, Silber- und Bronzereifen ( Hallstattzeit ) und militärische Fibulascheiben aus der Trajanepoche ( 98 - 117 n.Chr. ) befanden. Die Gegenstände wurde dem Landesmuseum in Zürich übergeben.

Das Hotel war mit vierzig grossen und hellen Gästezimmer, einem geräumigen Speisesaal, mehreren Salons, einem Postbüro und einem Telegrafenamt sowie Badezimmern mit Warm- und Kaltwasser 22. Grand Hotel Bella-Tola ausgestattet. Die Gäste waren froh über die Lage des Hotels, « da es nicht neben der Kirche lag, deren Glockengeläut einem sonst den Nachtschlaf raubte.»

Zweite Etappe : 1892 ist Einweihung. Der Anbau mit einer Anzahl fein gestalteter Balkone ist leicht zu erkennen. Durch diesen Anbau verdoppelte sich die Hotelkapazität und der grosse Speisesaal bot Platz für 100 Gäste.

Das Hotel wurde über vier Generationen von der Familie Pont geführt. Seit 1996 bewirtschaftet das Ehepaar Anne-Françoise und Claude Buchs das Hotel ; für ihre geleistete Arbeit zur Aufwertung des Hotels erhielten sie 2001 das Label Historisches Hotel durch die ICOMOS ( Internationale Organisation zur Erhaltung von Denkmälern und historischen Stätten ).