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Post 4. Gemeindekirche Sainte-Euphémie

Die Gemeindekirche, der heiligen Euphemia gewidmet, wurde auf Initiative von Pfarrer Thomas Gillet (1779 - 1847) aus Vissoie um 1808 erbaut und 1809 eingeweiht. Sie steht am gleichen Platz wie die beiden vorherigen Kirchen, von welchen nur noch der Glockenturm besteht.

  Plan von Vissoie

Der aus der Kirchgemeinde stammende Abt Antoine Clivaz (1734- 1821) hat einen grossen Anteil zur Finanzierung geleistet. Auf seinem Grabstein am Ende des Kirchenschiffs steht geschrieben :FIERI FECIT + CLIVA 1809 (wörtlich übersetzt : « ermöglicht + CLIVA 1809 »), also implizit für « die Baufinanzierung ».

Nach einem Brand im Jahr 1784 musste der jetzige Glockenturm 1785 neu errichtet werden. Die sechs Kirchenglocken wurden vor Ort hergestellt und 1785 im Turm montiert. Sie tragen die folgenden Namen : Euphémie, Marie, Georges,Théodule, Barbe und François.

Der im Jahr 1846 durch einen Brand beschädigte Kirchenchorraum wurde sofort instandgestellt. Durch ein gewaltiges Erdbeben 1946 wurde das Bauwerk beträchtlich beschädigt und musste für mehr als ein Jahr geschlossen werden. Die letzte grössere Renovierung war 1975.

 Das Bauwerk hat ein grosses gewölbtes Kirchenschiff und einen länglichen aber schmalen Kirchenchor. Der Hochaltar der heiligen Euphemia datiert von 1848. In der Mitte befindet sich ein Bild der heiligen Euphemia, Schutzpatronin der Kirchgemeinde. Links steht die Statue der heiligen Bart und rechts die der heiligen Katharina von Alexandrien. Oben ist die Darstellung der Himmelfahrt Christi zu sehen. Auf beiden Seiten des Hochaltars stehen einerseits die Statuen des heiligen Petrus, links, und des heiligen Paulus, rechts. Die Seitenaltäre stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Der Rosenkranzaltar links ist der Jungfrau gewidmet, der rechts dem heiligen Georg, zweiter Schutzpatron der Kirchgemeinde. Auf dem Balken eingangs zum Kirchenchor ist die Kreuzigung mit dem heiligen Hans und der Jungfrau zu erkennen.

Die erste Kirchenorgel wurde 1812 installiert und 1938 gegen eine elektronische Orgel ausgetauscht, jedoch ohne jegliche Zufriedenstellung. So kam es 1952 zum Kauf der aktuellen Orgel. Es handelt sich hierbei um eine zweimanualige Orgel mit 17 Registern und einem Pedal. Die Kirchenfenster, welche das Leben des Jesus Christus darstellen, sind das Werk von J. Bessac aus Grenoble und datieren von 1902.

 

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Ausgangs Kirche gehen Sie bitte links Richtung Strasse Vissoie- Grimentz.