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Post 8. Bewässerungssuonen

Diese Suonen (franz. Bisses) wurden um 1908 gebaut, um die Wiesen und Felder von Niouc zu bewässern. Die Gemeinde St.-Luc stellte dafür italienische Arbeiter an.

Plan von Niouc

Folgen Sie dem Suonenweg während 20 Minuten (erster Teil feucht, zweiter Teil dann trocken) bis zum breiten Pfad der runter ins Dorf führt. Nach der Besichtigung gehen Sie entlang der asphaltierten Strasse von Irette , um zurück zum Parkplatz zu gelangen.

 

Früher erlaubten geregelte Kehre den Bodenbesitzern, ihre Parzellen zweimal im Monat zu bewässern. Der Einteilungskalender sah 14 Kehre vor, aufgeteilt auf die Besitzer über einen Tag. Die Bewässerung war erlaubt von 5 h bis 19 h, in der Nacht und am Sonntag aber war sie verboten. Kartoffelfelder waren von der Bewässerung ausgeschlossen, da sie nur wenig Wasser benötigen. Wurde das Wasser gestohlen, kam es im Prinzip gleich an Ort und Stelle zur rascher Regulierung des Problems, aber nicht immer auf freundschaftliche Art. Ein Wasserdurchfluss von ungefähr 25 Liter pro Sekunde wird heute zur Aufwertung der Suonen beibehalten.

1905 stimmte die Genossenschaft von Niouc einer Konzession an das Kraftwerk Navizence zu. Die Gemeinde St. Luc unterzeichnete ein Abkommen, welches dem Konsortium von Niouc Wasserrechte für die Bewässerung und für die Haushalte für 99 Jahre zusprach. Vom 15. April bis zu 15. September konnte das Wasser geschöpft werden, aber nicht mehr als 120 Liter pro Sekunde.

1907 beschlossen das Alumiumwerk Chippis und das Konsortium von Niouc den Bau einer Wasserleitung, um Niouc zu versorgen.

Seit 1908 wird das Wasser aus der Navisence vom Kraftwerk Chippis für das Aluminiumwerk Chippis genutzt. Dieser Betrieb mit einem Speicherbecken in Vissoie und einer Druckleitung wurde mehrmals modernisiert und verfügt aktuell über ein Leistungsvermögen von 8,5 m3/Sek. und eine Bruttofallhöhe von 590 M.

2004 wurde die Konzession erneuert ; 2008 kam es zu einer neuen Konzession zwischen der Gougra SA und der Genossenschaft von Niouc, dies aufgrund der Einführung eines Sprühsystems zur Bewässerung, welches mithalf, den Wasserverbrauch um mehr als 50 % zu reduzieren.

Anlässlich der Turbineneinstellung durch das Kraftwerk Chippis floss das Wasser, das die Suonen durch eine unterirdische Leitung versorgte, in einem Sturzbach bei der oberen Felswand, ganz in der Nähe der Hängebrücke talwärts (siehe Foto).