Post 9. Altes Bauernhaus

Auf der Fassade des Bauernhauses sind Wappen und das Datum von 1855 zu erkennen. Auf dem Foto auf der nächsten Seite ist der hintere Hausteil aus Stein zu sehen, wo sich die Küche befand, und der vordere aus Holz, wo der Hauptraum der Wohnung untergebracht war.

  Plan von La Combaz-Cuimey


Früher gab es in der Küche einen Boden aus gestampfter Erde mit grossen flachen Steinplatten, in einer Ecke befand sich die Feuerstelle mit dem Kochtopf in dem die Suppe oder die Polenta gekocht wurde. In den modernen Küchen gab es Holzöfen, welche sich durch einen Eisenring öffnen liessen, damit Holz nachgefüllt und Kochtöpfe hinein gestellt werden konnten. Jede Küche besass einen « Holzkasten » wo die Holzscheite bereit lagen. Dank einer Öffnung zwischen der Küchen- und Zimmerwand konnte das Kaminholz direkt in den Specksteinofen eingeführt werden. In den nicht isolierten Küchen wurde nur das Essen zubereitet und das Geschirr gespühlt. Im einzigen geheizten Hauptzimmer, welches etwas besser isoliert war, wurde an einem rustikalen Tisch gegessen.

Abends erzählte man sich « Geister »-Geschichten um den Specksteinofen, welcher zum Trocknen der Kleider aber auch zum Kartoffelkochen in der sogenannten « cachette » ( kleiner Hohlraum ) von grossem Nutzen war. Die Betten aus massivem Holz standen an der Zimmerwand, meistens waren es Etagenbetten, mit Schiebebetten « charrettes », welche zum Schlafen hervorgerollt wurden. In grösseren Häusern konnte man vom Hauptraum aus in zwei kleinere aneinandergrenzende Zimmer gelangen.

Betrachten Sie den Maultierstall rechts vom Haus, welcher höher und schmäler ist als der Kuhstall.

 

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Gehen Sie bitte wieder den Weg bis zur Kapelle, dann ungefähr noch 20 Meter weiter bis zum Haus mit den blauen Fensterläden. Dieser Weg folgt dem alten Maultierpfad Vissoie-Ayer.