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Post. 10. Haus der Minen und alte Post

Der verantwortliche Ingenieur für die Minen im Eifischtal besass Anfang 20. Jahrhundert in diesem Haus eine Wohnung und ein Büro. Im Eifischtal wurden ab dem Jahr 1730 Minen, insbesonders Kupferminen, über kürzere oder längere Zeit betrieben.
   Plan von Vissoie


Die wichtigsten Minen befanden sich in Grimentz, Ayer und Zinal. Aus dieser Zeit gibt es noch Kopien von Schriftstücken vom 4. Februar bis 20 März 1901, erstellt durch den verantwortlichen Ingenieur Gustave Roussel, unter anderen auch von der MineBaicolliou in der Nähe von Grimentz. Interessant ist der Vergleich der Arbeiterlöhne von 1901 und 1942. Der Minenchef hatte 1901 einen Verdienst von 33 Rappen die Stunde, ein Facharbeiter 28 und ein Handlanger 20 Rappen. 1942 verdiente ein Minenchef 90 Rappen die Stunde, ein Facharbeiter 80 und ein Handlanger 70 Rappen.

Daniel und Emilie Crettaz-Florey kauften 1921 das Haus, um darin das Postbüro einzurichten. Emilie war die Posthalterin, 1940 übergab sie diese Funktion ihrem Sohn Philibert. Auf dem Dorfplatz, nahe der Kirche, wurde 1956 ein neues Gebäude für die Postunterbringung gebaut.

Von 1921 bis 1956 diente der Platz de la Tour ausschliesslich als “ Postplatz “. In der Tat war hier Sommers die Haltestelle für vier bis fünf Postautos aus Siders, bevor sie nach Saint-Luc, Ayer oder Grimentz weiterfuhren. Die Postautos waren im übrigen mit 21 Sitzplätzen ausgestattet. Der Platz war auch Treffpunkt der Einheimischen, um Neuigkeiten auszutauschen und sich die Touristen anzuschauen, vor allem abends vor der letzten Abfahrt.

 

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Überqueren Sie die Strasse, dann begeben Sie sich ungefähr 10 Meter weiter bis zu dem grossen Haus, welches von einem Turm überragt wird.