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Mottec, eine Etappe auf der Wanderweidewirtschaft

Mottec war bis 1950-1955 eine Zwischenstation für die Anniviarden auf ihrer Wanderweidewirtschaft zwischen der Rhoneebene und den Bergweilern je nach den Arbeiten in der Landwirtschaft und der Viehzucht.

Plan von Mottec

Der hinten beigelegte Anhang von Régis Theytaz. erlaubt Ihnen einen Einblick in seine mit der Familie erlebte Wanderweidewirtschaft bis 1955.

Im kleinen Zinaltal, wo Mottec dazugehört, trafen sich die Einwohner von Ayer, Mission, St. Jean und Vissoie.

Die Tierherden verbrachten einige Wochen in den Weilern, bis es Zeit wurde, auf die Alpweiden zu gehen (Ende Mai-Anfang Juni) und dann wieder auf dem Rückweg (Ende September-Anfang Oktober). Ein Teil der Wiesen war für das Heu reserviert, deshalb ging man mit dem Vieh zu Beginn des Winters wieder hoch zu den Maiensässen.

Ein Maiensäss war eine einfache Unterkunft, bestehend aus einem Zimmer, einer Küche, einem Keller und einem Scheunenstall.

Gegenüber von Mottec, an der rechten Seite der Navisence, gab es 1940 sieben Weiler zwischen Mijonette auf 1560 Meter und Barneuze auf 2100 Meter über Meer, mit mindestens vierzig Chalets und Scheunenställen. Im Weiler « Chapec » auf 1900 m, oberhalb von « Les Vernecs », befanden sich zwei Chalets aus den Jahren 1764 und 1777, sowie Ställe, welche an die Alm « Sorebois » verkauft, und im Anschluss zur Holzwiederverwertung demoliert wurden.

Die Kapelle Saint-Laurent bildete die Grenze zu den Grundstücken von der Gesellschaft Zinal. Um Mitglied bei der Gesellschaft zu werden, musste man einer Burgerschaft angehören und Grund besitzen.