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Mottec- Post 5. Maisensäss du Prabé

Das Maiensäss « du Prabé », bestehend aus einem Wohnhaus und mehreren landwirtschaftlichen Gebäuden, ist praktisch intakt und ein eindrücklicher Zeuge früherer Maiensässe. In den Jahren um 1900 begaben sich die Kinder im Winter zu Fuss nach Zinal in die Schule, dann wieder mit dem Schlitten zurück nach Mottec und zu Fuss hoch nach Prabé. Im Januar 1897 waren es 114 Schüler, die aus den Weilern des kleinen Zinaltals nach Zinal in die Schule gingen.

Plan von Mottec

Rémy Massy kaufte das Maiensäss 1978 seinem Onkel Oscar Theytaz ab. Ehemals besass die Familie Massy Eingangs Mottec ein Maiensäss, dort wo die Seilbahn nach Barneuze hochgeht. Dieses wurde leider um 1960 durch ein Feuer zerstört. Der Weiler « du Prabé » entstand in mehreren Etappen, der hauptsächliche Bau erfolgte jedoch Anfang 18. Jahrhundert : ein Stall für die Maultiere und Schweine, ein Scheunenstall und ein Keller-Raccard datieren aus dem Jahr 1730. Der Raccard wurde 1940 abgerissen, der Keller aber intakt gelassen.

Das Wohnhaus besteht aus mehreren, Maiensäss-Wohnhaus, heute Alte Ställe 16 17 zu verschiedenen Zeiten realisierten Teilen. Zum Beispiel das kleine Schlafzimmer aus dem Jahr 1908. Der Hauptraum hingegen hat seit Anfang 18. Jahrhundert keine Umbauten hinnehmen müssen. Bei den, mit der Axt bearbeiteten, Wand- und Deckenbalken handelt es sich noch um die Originalbalken. Die niedrigen Decken und kleinen Fenster helfen mit, die Wärme im Zimmer zu erhalten, welches weiterhin mit einem Specksteinofen von 1900 beheizt wird.

Auf der Kellertür steht das Datum von 1716. Die zwei kleinen vergitterten Fenster in der Südfassade sind ebenfalls original. Die Fenster weisen sogar Luftblasen auf.

Rémy Massy, geboren 1938, erinnert sich, dass er ab dem 8. bis zum 13. Lebensjahr drei Wochen im Frühling und im Herbst, also vor und nach der Bergweide, in Prabé verbracht hat : « Zusammen mit meiner Tante Crésence, meinem Onkel Oscar, vier Kühen, zwei Rindern, einem Kälbchen und drei Ziegen sind wir von Mission aus zu Fuss nach Prabé hochgegangen. Meine Aufgabe war das Hüten der Kühe, der Rinder und der Ziegen wie auch das Einsammeln von Stroh für den Stall. Meine Tante war für das Melken der Kühe zuständig, ich für das Holz spalten. Aus der Milch stellte sie den Käse « Tomme » her. Mein Onkel kümmerte sich um die Weinstöcke im Rhonetal, um das Heu usw. ... Abends hingegen versammelten wir uns zahlreich in Mottec : die Erwachsenen spielten Karten in der Küche, die Kinder « zapafau » im Zimmer (Colin-maillard). »

Sein Sohn Yannick, Besitzer des Maiensäss « du Prabé » als Zweitwohnsitz, und seine Familie erhalten dieses Anwesen im Sinne seiner Vorfahren.

 

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