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Mottec- Post 6. Kapelle Saint-Laurent

Gemäss der Inschrift unter dem Dach wurde die Kapelle im Jahr 1766 erbaut.

Plan von Mottec

Etwas überraschend ist, dass die Kapelle Saint-Laurent nicht ihrem Heiligen gewidmet ist, sondern dem Ort, wo sie sich befindet. Früher sprachen die Einheimischen von der Kapelle « de la Lovérèche ».

Der Altar, der im Jahr 1950 noch vorhanden war, wurde sehr wahrscheinlich verkauft und es gibt keine Spur mehr von ihm.

In der Kapelle steht eine wunderschöne Barockskulptur : sie stellt die heilige Anna dar, wie sie Maria im Lesen unterrichtet. Bitte betrachten Sie Jesus Christus am Kreuz über dem Altar. Hier handelt es sich um das einzige noch vorhandene Originalelement in der zeitgenössischen Konstruktion.

Die Kirchenfenster stammen vom Schweizer Künstler Emile Aebischer, genannt « Yoki » (1922-2012). Ab 1949 realisierte er zahlreiche Kirchenfenster und Wanddekorationen in der Schweiz, Frankreich, Deutschland, England, Italien wie auch in Israel und Afrika. Er kreierte die Buntglasfenster für die Kuppel der Basilika in Nazareth, die Kirchen Sacré-Coeur in Basel und Corsier-Vevey. Er ist Mitbegründer des Museums für Glasmalerei in Romont und Vater von Patrick Aebischer, dem Präsidenten der eidgenössischen technischen Hochschule in Lausanne.

Die Kapelle wurde zweimal, 1936 und 2009, in grösserem Ausmass renoviert. Georgine Hubscher und Jocelyne Budry leben seit 2002 ganzjährig in Mottec : sie suchten zusammen mit anderen Einwohnern eine Lösung, um dem Zustand der Verwahrlosung beider Kapellen Abhilfe zu schaffen. Dank den dafür organisierten Festen ab 1994 konnten die Renovationen der Kapellen finanziert werden : 1998 die Kapelle Sainte-Claire und 2008 die Kapelle Saint-Laurent. Diese hatte keinen benannten Besitzer und war seit längerer Zeit vernachlässigt. 2009 begannen die Arbeiten mit dem Dach und dem Anbau eines kleinen Glockenturms. Dann wurden die Aussen- und Innenwände sowie die Decke und der Boden vollständig neu gemacht, alles gemäss den Anweisungen des Denkmalschutzes. Zur Verhinderung von Feuchtigkeit fand eine Entwässerung durch Drainage statt. Die Bänke aus dem Jahr 1774 wurden ebenfalls restauriert.

Die Seilbahn, welche sich auf der linken Seite der Strasse am Eingang vom Dorf befindet, wurde im Jahr 1950 im Auftrag von Max Koffler aus Luzern gebaut. Nach dem Erwerb des Maiensässes Barneuze, liess er dieses zu einem Weiler mit mehreren Chalets umbauen.

 

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Der historische Rundgang von Mottec ist hier zu Ende. Im Sommer können Sie beim Weitergehen Richtung Sorebois oder Barneuza weitere alte Maiensässe entdecken.