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Mission-Post 8. Burgerhaus und alte Schule

1798 entschlossen sich die Gemeindeeinwohner von Ayer und Mission zu einem Zusammenschluss und zur Bildung einer Drittgemeinde. Zu diesem Anlass wurde das Burgerhaus Ayer vergrössert : « nunmehr in einem vereint ». Das Burgerhaus von Mission wiederspiegelt noch die Unabhängigkeit der Gemeinde Mission vor 1798.

Plan von Mission

An der Decke des Hauptraumes steht geschrieben : « Das Brandunglück vom 23. Juli 1838 machte mich zu Asche. Dank dem Einsatz durch die Drittgemeinde Ayer mein Wiederaufbau im Jahr 1842.

Bewahrt mich vor einem zweiten Unglück ». Eine Inschrift auf der Fassade erwähnt die Drittgemeinde Ayer, durch die der Wiederaufbau erfolgte. Auf dem dritten Stockwerk ist zu lesen : « IHS », die Abkürzung von « Iesus Hominis salvator » ( Jesus Retter der Welt ).

Das Gebäude gehört der Burgergemeinschaft von Ayer. Die Burgerversammlung von Ayer und Mission findet jedes Jahr abwechslungsweise in den Burgerhäusern der beiden Dörfer statt. Das Burgerhaus Mission verfügt über ein Sitzungszimmer auf dem dritten Stockwerk und einen Keller im Erdgeschoss.

Bis Juni 1971 befand sich auf dem zweiten Stockwerk die Dorfschule. Ab 1973 fand der Unterricht aller Schüler aus dem Tal im neuen Schulzentrum von Vissoie statt.

Die Schulklasse in Mission zählte zwischen zwanzig und dreissig Schüler von sieben bis fünfzehn Jahren. Die älteren Schüler waren den jüngeren immer behilflich. Das Schuljahr dauerte von Anfang November bis Anfang Mai. Der Schulunterricht fand die ganze Woche einschliesslich Samstag statt.

Die Unterrichtsfächer waren : Französisch, Mathematik, Wissenschaft, Schweizer Geschichte, Geographie und Religion. Ein bis zwei Mal im Jahr besuchten der Schulinspektor, die Gemeinderäte und der Pfarrer die Schulklassen.

Im Frühjahr begaben sich Familien welche Reben im Rhonetal besassen, nach Siders. Familien, die Maiensässe in Zinal hatten, gingen von Mitte Dezember bis Ende Januar mit ihren Tieren dorthin und der Schulunterricht fand vor Ort statt.

Nach dem Aufkommen der Schlittschuhe wurde der Schulhof, um 1960, in eine Eisbahn für die Schüler umgewandelt. Alsdann wurde es der Dorfplatz.

Schauen Sie sich die Wasserspritze auf dem Balkon an. Die Inschrift verweist auf das Brandunglück von 1838.

 

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Gegenüber dem Burgerhaus befindet sich ein kleiner Platz mit einem Kreuz.