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Mission-Post 12. Alter Scheunenstall

Den Winter verbrachten die Kühe im Stall. Das Futter für diese Zeit wurde in der Scheune über dem Stall gelagert. Bei der in Mission gezüchteten Kuhrasse, wie auch im restlichen Val d’Anniviers, handelte es sich ausschliesslich um die Eringerkühe.

Plan von Mission


Diese Kuhrasse ist robust, anspruchslos und passt sich gut dem Klima und der Topografie an. Zudem kommt sie auszeichnet im Gelände zurecht. Früher mussten sie zur Zeit der Wanderweidewirtschaft zwischen den Alpweiden und der Ebene hin und her wandern.

Die Eringerkühe verfügen über ein ausgeprägtes und kampflustiges Temperament, welches sie bei den Kuhkämpfen ausleben. Beim Aufeinandertreffen von Eringerkühen aus verschiedenen Ställen auf der Almweide bekämpfen sich diese und bestimmen dadurch die stärkste Kuh, genannt die « Königin », welche alsdann die Herde anführt.

Die Vorfahren dieser Kuhrasse sollen bereits mit den Römern in das Gebiet des heutigen Wallis gekommen sein. Ein Rassestandard wurde jedoch erst später festgelegt.

Früher wurde nach der Schlachtung einer Kuh alles verwertet, ausser den Hörnern und den Hufen. Handelte es sich um eine ehemalige « Königin », wurden ihre Hörner über dem Stalleingang als Trophäe und zum Andenken aufgehängt.

Das Gras wurde mit der Sense gemäht, das Heu entweder auf dem von einem Maultier gezogenen Fuhrwagen oder verpackt in Stoffballen auf dem Rücken der Männer oder Frauen in die Scheunen transportiert. Heute ist hier die Heuernte ausschliesslich für die Genossenschaft von Mission bestimmt.

Der Kuhstall, Eigentum der Genossenschaft von Mission, wird von einer Privatperson betrieben. Es leben ungefähr vierzig Eringerkühe hier.

Werfen Sie auch einen Blick auf den alten Kuhstall ; dieser steht auf dem Land unterhalb der Strasse. Das kleine Gebäude im Strassenwinkel beherbergte die Feuerwehr. Etwas weiter oben rechts war das Schlachthaus untergebracht, dieses wurde bis ins Jahr 1950 genutzt ; die landwirtschaftlichen Maschinen waren bis um 1945- 1950 ebenfalls hier untergestellt.

 

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