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Mayoux-Post 6. Kapelle Notre-Dame-des-Neiges

Diese Kapelle, der Dorf-Schutzpatronin Notre-Dame-des-Neiges gewidmet, wurde in vier Jahren zwischen 1755 und 1759 erbaut.

Plan von Mayoux

Nachdem sich das Dorf Mayoux beträchtlich entwickelt hatte, beschlossen die Einwohner, eine Kapelle zu errichten. Der Bischof gewährte ihnen diesen Wunsch « für die grosse Ehrung Gottes und seine Heiligen, unter folgenden Bedingungen : 1. dass sie drei ewige Messen stiftet; 2. dass jede ewige Messe 25 Pfund hoch ist; 3. dass das Dorf sich für ihren Unterhalt verpflichtet; 4. dass der Pfarrer ein Vorrecht für die Lesung der Messe hat; 5. dass während der Gottesdienste in der Pfarrkirche keine Messen gehalten werden. » 1786 schenkte Pfarrer Pierre-Etienne Mabillard der Kapelle einen, von den Kapuzinermönchen in Sitten, gestalteten Kreuzweg. In den Archiven des Dorfvereins von 1806 bis 1832 befinden sich zahlreiche Schriftrollen, welche die Kapelle und ihre Schutzpatronin erwähnen. In einem Dokument aus dem Jahr 1837 sind die Regeln festgehalten, wie die Notre-Dame-des-Neiges würdig zu feiern ist ( siehe Anhang ).

Auf dem barocken Altar stehen die Statuen des heiligen Paulus, des heiligen Petrus, der heiligen Anna, des heiligen Antonius, eines Bischofs und der Notre-Dame-des-Neiges. Auf der Ostfassade, über dem Eingangstor, befindet sich links ein Christus-Kreuz mit den Daten 1759 – 1936 – 1973. In den Jahren um 1950 war die Kapelle oftmals viel zu klein, um alle Dorfeinwohner aufzunehmen. Nach den Gottesdiensten versammelten sich die Einwohner auf dem Platz vor der Kapelle, um über verschiedene Themen wie Familie, Weinberge, Vieh, Alpen, Freud und Leid zu diskutieren. Nach dem Rosenkranzgebet am Samstagabend trafen sich die jüngeren Einwohner von Mayoux mit den jungen von Pinsec, um bis in die Morgenstunden zum Klang der Musik auf der Brücke La Crettaz zu tanzen.

Während mehr als zwei Jahrhunderten verblieb die Kapelle im Originalzustand. 1949 wurden die Wände verputzt und 1960 die Stromzufuhr verlegt. Beträchtliche Reparaturarbeiten wurden in den Jahren 1973, 1979 und zwischen 1997 und 2000 unternommen. Zur Diebstahlprävention kamen die Chorstatuen nach ihrer Restaurierung hinter ein schmiedeeisernes Gitter.

 

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Benützen Sie den Weg, welcher gegenüber der Kapelle runtergeht, um zum nächsten Posten zu gelangen. Der Dorfkeller befindet sich am Fuss des grossen dreistöckigen Hauses.