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Grimentz, im Lauf der Zeit

Die Einwohner von Grimentz, wie die meisten der Annivarden, lebten einen Teil des Jahres im Tal.

   Plan von Grimentz

„Grimiens“ ( ehemaliger Name von Grimentz ) gehörte im 11. Jahrhundert den Herren von Granges, dann dem Bischof Aymon von Savoyen. Im 13. Jahrhundert begann sich in Grimentz eine Gemeinschaft zu bilden und war ab dem 14. Jahrhundert einer der vier Hauptorte des Eifischtals mit Vissoie, Saint- Luc ( früher genannt Luc ) und Ayer.

Im Laufe der Jahre verstärkte sich die Gemeinschaft und erlangte einen gewissen Wohlstand. Das Burgerhaus konnte gebaut, in Siders Weinberge sowie auch Bergweiden und Mühlen erworben werden. Die Einwohner von Grimentz, wie die meisten der Annivarden, lebten einen Teil des Jahres im Tal. Sie waren zu Fuss und mit Maultieren zum Transport ihres Gepäcks unterwegs. Dies war die Zeit der Wanderweidewirtschaft, welche bis ins Jahr 1950 dauerte.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine Strasse zwischen Siders und Vissoie gebaut. Aber erst Anfang 20. Jahrhundert kam es zu der Verbindung mit Grimentz. Ein halbes Jahrhundert später wurde die Strasse Vissoie-Grimentz asphaltiert, hauptsächlich wegen dem Bau des Moiry-Staudamms.

Der Tourismus entwickelte sich vor allem in den Jahren 1960 – 1970, obwohl der Aufschwung schon früher begann, wie dies der Bau der ersten Hotels Alamarenda und Moiry, von 1897 und 1925 zeigt. Der 1930 gegründete Verkehrsverein plante alsdann die Eröffnung eines Büros, welches sich um die Reservationen der Chalets und der Hotelzimmer, die Einschreibungen in die Skikurse, aber auch um die Organisation von Ausflügen sowie den Geldwechsel kümmern sollte. Das Fremdenverkehrsbüro wurde 1969 eingeweiht. Die Burgergemeinde stimmte einige Monate später einem Kredit über 200 000 Franken zugusten der Seilbahn zu und Grimentz begann mit der Förderung seiner touristischen Infrastruktur.