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Chandolin- Post 9. Kapelle Sainte-Barbe und Ella Maillart-Ausstellung

Dieses Gebäude aus dem Jahr 1500, welches heute die Ella Maillart Ausstelung beherbergt, war früher die erste Kapelle des Dorfes. In der Zeit als Chandolin noch zu der Kirchgemeinde St. Luc gehörte, kam ab und zu ein Priester hierher, um eine Messe abzuhalten.

   Plan von Chandolin

 

An der Fassade unter dem Vordach hängt noch die Glocke, die einerseits geläutet wurde, um treue Kirchgänger zur Messe einzuladen, und andererseits als Alarmglocke bei Unglücken diente. Nach der Einweihung der Kirche 1888 wurde die Kapelle nicht mehr für religiöse Anlässe benutzt.

Viele Jahre später, nach dem Tod von Ella Maillart im Jahr 1997, erhält die Kapelle ein neue Bestimmung durch die Ella Maillart- Ausstellung. Das Dorf Chandolin und die Vereinigung « Les amis d’Ella Maillart » widmen ihr eine Dauerausstellung, welche uns mit Fotografien, Berichten und Gegenständen ihre sportliche Karriere und abenteuerlichen Reisen vergegenwärtigt.

Elle Maillart 1903 in Genf geboren, veröffentlichte mehrere Bücher über ihre Reisen nach Russland, der Türkei, China und Indien. Die Ausstellung erlaubt uns, diese Frau mit mehreren Facetten etwas näher kennenzulernen. Ella Maillart lebte von 1947 bis 1997 in Chandolin : « vom ersten bis zum letzten Schnee, ( ... ), sechs Monate im Sommer in diesem auf 2000m gelegenen, sonnendurchflutetem und stillen Dorf ( ... ), wo es hell ist, selbst bei grauem Wetter, da es so nah am Himmel ist. »

Etwas weiter die Strasse hoch liess Ella Maillart 1948 ihr Chalet bauen, welches den Namen « Atchala » erhält. Dies als Erinnerung an den heiligen Berg in Tiruvannamalai ( Indien ), wo sie während des zweiten Weltkrieges vier Jahre im Meditationszentrum ( Aschram ) von Ramana Maharshi lebte. Aufgrund ihrer Erfahrung empfiehlt sie, dass wir uns immer wieder die Frage stellen : Wer bin ich ? Durch dieses ständige Nachfragen erkennt ihr das Licht der Wahrnehmung.

Neben der alten Kapelle befindet sich das Café 2000, welches 1946 erbaut wurde. Das für den Bau verwendete Holz stammt von einem Maiensäss aus dem Jahr 1558 in Rèche und wurde von dort mit Hilfe von Maultieren nach Chandolin transportiert. Ganz in der Nähe kam es zur Eröffnung eines Lebenmittelgeschäft.

 

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