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Ayer- Post 6. Haus der Nahrungsmittel

Früher war in diesem Gebäude die Metzgerei und die Molkerei untergebracht. Im Erdgeschoss sind die Metzgerei- Werkzeuge ausgestellt, auf der ersten Etage sind die von der Molkerei zu besichtigen.

   Plan von Ayer

 

Die Molkerei wurde von einem Konsortium, bestehend aus zweiundreissig Mitgliedern, betrieben. Ab Februar und bis Ende Mai wurde hier Käse und Butter hergestellt. Während der Zeit, als sich die Leute mit ihren Kühen in den Weilern aufhielten, wurde der Tomme vor Ort gemacht. Zur Zeit der alten Gemeinde Ayer gab es 12 Alpen. Sie wurden von Ende Juni bis Ende September bestossen. Mit dabei waren Kühe, Schafe und einige Schweine, im Durchschnitt 70-120 pro Alp. Von 1964 bis 1969 gelangte die Milch mittels zwei Leitungen, sogenannten « pipelines » von der Alp Nava ins Dorf Ayer und die von Sorebois nach Vernec ( bei Mottec ).

Das gleiche Gebäude diente im November und Dezember auch als Metzgerei. Einst war das Dorf Selbstversorger und stellte seine Grundnahrungsmittel selber her. Jede Familie besass ein Schwein, welches mit den Essensresten der Familie gefüttert wurde. Am Tag der Schweineschlachtung draussen wurden alle Vorkehrungen von Hand erledigt. Das Fleisch kam zur Lagerung in den Keller, dann in den Speicher.

Von 1960 bis 1984 gab es im Keller des in der Nähe liegenden Raccards einen Tiefkühlschrank, vom Dorfverein zur Verfügung gestellt und verwaltet. Jede Familie hatte Anrecht auf ein Tiefkühlfach.

Im Erdgeschoss gab es des weiteren eine Walke, die dazu diente, den aus Siders gelieferten Flachs zu schlagen ( walken ), um daraus Bettwäsche und Tücher herzustellen.

Am Gebäude befindet sich ein Brunnen. Früher besassen alle Dorfviertel einen Brunnen, dort konnten sich die Einwohner und ihre Tiere mit Wasser versorgen. Morgens und abends wurden die Kühe dorthin zur Tränke geführt. Ihre Besitzer sprachen sich ab, damit die Herden nicht am Brunnen aufeinander trafen. Es war wichtig, hier Kämpfe zu vermeiden, damit niemand, Personen oder Kühe, verletzt wurde.

Die Frauen benutzten bis in die Jahre 1953-1956 die Brunnen, um ihre Wäsche zu waschen.

 

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Begeben Sie sich zurück, um zum nächsten Posten zu gelangen und schauen Sie sich beim Vorbeigehen das Haus mit den grünen Fensterläden auf der linken Seite an, welches ein gutes Beispiel eines in Etappen erbauten Gebäudes zu verschiedenen Epochen ist. Beim Betrachten können Sie eine erste Gebäudenummerierung aus dem 20. Jahrhundert entdecken.

Gehen Sie diesem Gässchen entlang weiter bis zum Burgerplatz, dann nach rechts bis zur Mühle.