Aktivitäten im Sommer > Sport und Freizeit > Natur > Die Lehrpfade > Historische Rundgänge > Historischer Rundgang von Ayer > Ayer- Post 8. Gemeindekirche Sainte-Anne

Ayer- Post 8. Gemeindekirche Sainte-Anne

Die Kirche von Ayer, eingeweiht im Jahr 1920, wurde der heiligen Anna gewidmet, der Schutzpatronin des Dorfes. Die Kirchgemeinde Ayer, zusammen mit Zinal, wurde zehn Jahre später gegründet ( 1930 ). Das Gebäude der Pfarrei, erbaut Ende des 19. Jahrhunderts, ist älter als die Kirche selber.

   Plan von Ayer

 

Die Geschichte der Kirche nimmt 1915 ihren Anfang ; die Einwohner von Ayer gründeten eine Vereinigung hinsichtlich des Kirchenbaus und Schaffung eines Rektorats. Der Entschluss, sich von der Kirchgemeinde Vissoie zu lösen, wurde von einigen Leuten stark kritisiert ; sie fanden dies unangemessen, vorallem wegen dem Krieg vor den Toren der Eidgenossenschaft. Die Kirche wurde schlussendlich erbaut, aber erst nach grossem finanziellen Ärger, welcher die Initiatoren zu einer Lotterie zwang, um den Fertigbau sicherzustellen.

Die Kirche entstand « nach und nach » dank Hilfe der Einwohner, welche zwischen 1916 und 1920 kostenlos an den Samstagen und Sonntagen arbeiteten.

Aus architektonischer Sicht weist die Kirche von Ayer eine gewisse Nüchternheit auf. Wie viele andere Kirchen im Wallis, welche zur gleichen Epoche erbaut wurden, ist sie vom « schweizerischen Nationalstil » inspiriert ( Heimatstil ).

Der florentinische Maler, Alfredo Cini ( 1887-1970 ) realisierte 1949 einige Fresken der Kirche ( aussen und innen, Chorbogen ). Die Chorskulpturen sind das Werk des deutschen Künstlers Hubert Bernhard, damals in Ayer ansässig.

 

Bevor Sie sich zum nächsten Posten begeben, werfen Sie noch einen Blick auf den Friedhof.

 

Die meisten Gräber sind identisch ; dies als Hinweis, dass wir Menschen im Tod alle gleich sind.

Die Totenwache und das Beerdigungsmahl waren früher von grosser Bedeutung, damit die Seele des Verstorbenen ihren Frieden fand. Bereits ab der Heirat wurde Wein und Käse für die Beerdigung beiseite gelegt.

In der volkstümlichen Vorstellungskraft gibt es zahlreiche Geschichten im Zusammenhang mit den Friedhöfen. Es wird erzählt, dass sich einmal im Jahr die Seelen der Toten nachts zum Gletscher begeben und dort einen Moment verweilen, um dann an den Ort zurückzukehren, wo sie vor ihrem Tod gelebt haben.

Das dem deutschen Alpinisten Georg Winkler gewidmete Erinnerungsschild wurde in der Nähe der Kirche aufgehängt, nachdem seine Überreste im Jahr 1956 am Fuss des Weisshorngletscher von Bergsteigern entdeckt worden sind. Georg Winkler verschwand mit 19 Jahren im Jahr 1888 als er versuchte, allein das Weisshorn zu besteigen.

 

Nächster Posten

Folgen Sie dem Weg auf der Seite des Friedhofs bis zur Kantonsstrasse. Gehen Sie der Strasse entlang Richtung Vissoie bis zum Backhäuschen.