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Zau Zoura /SD Ayer - Posten Nr. 8 : Transhumanz

Noch heute begeben sich einige Bauern im Val d’Anniviers mit ihren Tieren auf die Wanderweidewirtschaft.

Noch heute begeben sich einige Bauern im Val d’Anniviers mit ihren Tieren auf die Wanderweidewirtschaft.

Noch heute begeben sich einige Bauern im Val d’Anniviers mit ihren Tieren auf die Wanderweidewirtschaft. Die hauptsächliche Rasse ist die Eringerkuh: robuste schwarze Kühe, anpassungsfähig und intelligent, lebhaft und kampflustig, mit schelmischen Augen und einem muskulösen Körper wie ein Athlet. Die 3 Aufenthaltsorte der Tiere in der Transhumanz sind:

  • Der Stall in Dorfnähe (1200m - 1600m)
  • Das Maiensäss im Frühjahr und im Herbst, z.B.: Les Moyes (1700m - 1900m)
  • Die Alp im Sommer (2000m - 2800m)
 

Je nach Wetter begeben sich die Kühe ab Ende Mai zum Maiensäss, wo sie auf sehr steilen Wiesen grasen. Im Stall gibt es eine Melkmaschine, der Mist jedoch wird manuell rausbefördert. Der Landwirt bringt die morgens und abends gemolkene Milch in die Anniviers- Käserei. Dort stellt der Käser den «ausgezeichneten Anniviers-Käse AOP (geschützte Ursprungsbezeichung)» her.

Die Tierherde verlässt um den 20. Juni das Maiensäss, um auf die Alp Nava hochzugehen. Es ist der Zeitpunkt des Alpaufzugs, die Kühe messen sich mit Tieren aus anderen Herden, die Kämpfe sind hitzig und zahlreich. Die Anspannung des Landwirten ist gross, da er einige seiner Tiere gezielt vorbereitet hat. Aber erst Ende Sommer findet die Klassifizierung der Königinnen und der Nachfolgenden statt. Jetzt beginnen jedoch nicht etwa die Ferien des Bergbauern! Die Zeit für die Heuernte ist gekommen: Heuen rund um die Dörfer, auf den weniger steilen Wiesen des Maiensäss, dann der zweite Grasschnitt (Grummet).

Nach 3 Monaten auf der Alp, schlussendlich Alpabzug und Grund zum Feiern! Grosser Umzug mit den festlich geschmückten Königinen, Milchkühen und restlicher Herde. Der Landwirt verbringt danach mit seinen Tieren noch 2 bis 3 Wochen auf dem Maiensäss.

Mitte Oktober kehrt die Herde zurück ins Dorf und frisst, unter Zufütterung von Heu, das letzte Weidegras. Einige Tiere werden in der Regel im Herbst zum Schlachthof geführt, einerseits wegen Platzmangel im Stall, andererseits aus Altersgründen oder wenn sie nichttragend sind. Ihren Nachwuchs bekommen die tragenden Kühe während des Winters. Im Januar und Februar werden die Kühe gedeckt oder künstlich besamt ; der Landwirt wählt je nachdem einen Stier aus, ob zur Verbesserung der Milchproduktion oder wegen Wunsch auf kämpferische Veranlagung des Kalbes.

Endlich Frühling, die Kühe verlassen den Stall und kommen auf die Wiesen rund ums Dorf. Teilweise hitzige Kämpfe bestimmen die Königin der Herde.

Ende Mai ist es wieder Zeit, sich zum Maiensäss zu begeben, der Kreis schliesst sich! Es ist der Beginn einer neuen Wanderweidewirtschaft.

Texte : Mireille Melly, agricultrice

 

  

 

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