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Zau Zoura /SD Ayer - Posten Nr. 2 : Der Randstreifen « de la Zau »

Ein Randstreifen ist die Übergangszone zwischen einem Ökosystem von Wald und Wiese.

Ein Randstreifen, oder Saumbereich, ist die Übergangszone zwischen einem Ökosystem von Wald und Wiese. Seine Flora profitiert vom Sonnenschein, so dass sich viele blühende Pflanzen entwickeln können. Im Gegensatz dazu hilft die Frische des Schattens, dass sich die Blüten über einen längeren Zeitraum halten. Für die Bestäuber ist das ein Glücksfall

Da dieses Ökosystem sich nicht als Mäh- oder Viehweide eignet, profitieren die Wildtieren davon und nutzen es als Zuflucht und wo sie Nahrung in Hülle und Fülle finden. Es ist das Reich einer grossartigen Fauna.

Hier wurde das Land als Viehweide aber auch zum Ackerbau genutzt. Erkennen Sie die Vogelkirsche (Prunus avium) im Hang und die Steinmauer, welche den Acker umgibt ? Nachdem die Nutzung der Wiesen durch den Menschen immer mehr abnahm, ergreift der Wald jetzt überhand. Es bildet sich immer mehr Feuchtigkeit und Schatten. Sträucher breiten sich aus. Wie zum Beispiel die Berberitze (Berberis vulgaris), dieser Strauch mit Blattdornen produziert gelbe Blüten, im September können die geniessbaren Früchte, scharlachrote Beeren, geerntet werden. Des weiteren finden Sie hier Wildrosen (Rosa sp), Himbeeren (Rubus idaeus), Alpen-Johannisbeeren (Ribes alpinum).

Einige Kräuter sind auch charakteristisch für diese Randstreifen. Sicherlich erkennen Sie einige Erdbeeren (Fragaria vesca), Männerfarn (Dryopteris filix-mas) auf den Felsen, oder den Waldstorchschnabel (Geranium sylvaticum).

Der Wald kann sich jedoch nicht überall ausbreiten. Sehen Sie diese Steinhaufen ? Pflanzen, die humusreichen Boden lieben, gedeihen hier nicht. Es sind hier eher xerophile Pflanzen zu finden, die trockene Standorte bevorzugen. Oftmals sind es aromatische Pflanzen wie der Oregano (Origanum vulgare)oder der Sand-Thymian (Thymus serpyllum). Auch das Gewöhnliche Hornkraut (Cerastium fontanum), wächst hier und bildet Blumenteppiche aus seinen kleinen weissen kronenförmigen Blütenständen, oder aber das Vergissmeinnicht (Myosotis sp) unverkennbar an der blauen Farbe seiner fünf Kronblätter. Kieselartige Steine sind die natürlichen Standplätze der Grossen Brennessel (Urtica dioica), welche aber heute in allen Umgebungen wächst, die durch den Menschen mit Stickstoff angereicht wurden, und der Schild-Ampfer (Rumex scutatus), mit seinen schildförmigen Blättern.

Wie wird es wohl in 30 Jahren an diesem Posten aussehen ? Sträucher werden dem Wald weichen, xerophile Pflanzen, im Schatten der Bäume, durch solche ersetzt, die sich besser an die dort herrschende Feuchtigkeit anpassen.

Text : Céline Vuitton et Mirko D'inverno, Feldbotaniker

 

  

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